Louis Armstrong - What a Wonderful World (1968)
Dieses Lied war erst nur ein Lied aus einem Werbefilm (war es für eine Automarke? Ich weiß es nicht mehr genau.) Aber nur so lange, bis ich "Good Morning Vietnam" mit Robin Williams gesehen habe. Seitdem ... kriege ich eine Gänsehaut, wenn ich dieses Lied höre.
Thom Pace - Maybe (1979)
Hier begeben wir uns ganz weit zurück in meine Kindheit. Ich habe immer viel ferngesehen, kannte viele der Serien, die im Kinderprogramm oder am Nachmittag liefen.Eine davon war "Der Mann in den Bergen" (Original: The Life and Time of Grizzly Adams) und somit repräsentiert dieses Lied als Titelmelodie die Zeit meiner Kindheit für mich. Außerdem konnte ich hier wohl den Text, bevor ich richtig Englisch sprechen konnte.
Richard Sanderson – Reality (1980)
Ich weiß, es passt nicht ganz, aber ich assoziiere dieses Lied immer mit "La Boum 2" (ist eigentlich ja aus Teil 1) und dieser Film hat für mich eine besondere Bedeutung. Da ich damals in ein Mädchen verliebt war, das (gefühlt) große Ähnlichkeit hatte mit Sophie Marceau und ihr Freund (gefühlt) große Ähnlichkeit mit Pierre Cosso hat mich tatsächlich der Liebeskummer ein oder zwei Tage krank werden lassen, nachdem ich diesen Film gesehen habe.
Die Doraus und die Marinas – Fred vom Jupiter (1981)
Dieses Lied habe ich sicher nicht bei seinem Erscheinen gehört, eher ein paar Jahre später. Der Text ist sicherlich sehr albern und man merkt es dem Lied an, dass es während einer Schüler-Projektwoche entstanden ist.
Trotzdem läutete dieser Titel gewissermaßen meine Pubertät ein. (Ich mache hier lieber keine genaueren Angaben ...)
America – The Last Unicorn (1982)
Als der Film "Das letzte Einhorn" in die Kinos kam, war ich definitiv zu jung, um ihn komplett würdigen zu können. Der Soundtrack aber hat mich glaub ich von Anfang an nicht mehr losgelassen.
Nena – Leuchtturm (1983)
Ich selbst habe glaube ich in meiner Jugend nie eine Nena-Platte besessen. Dieses Lied blieb dennoch fest in meiner Erinnerung verwachsen ein eines der schönsten NDW-Lieder. Leider enthält der Text einen Logikfehler: Wenn ein U-Boot Nena und ihren Liebsten von der Insel holt und der Liebste der Kapitän des U-Boots ist, wer hat dann das U-Boot auf dem Weg zu den beiden befehligt.
Aber da fragen wir bei den alten NDW-Liedern besser nicht genauer nach.
(Und bitte, spielt hier niemals die Neuauflage aus diesem Jahrhundert ...)
Depeche Mode – Shake the Disease (1985)
Depeche Mode und ich, das ist wie so eine alte Beziehung ... wir waren von 1985 bis 1993 fest zusammen, danach kam es mit den "Songs of Faith and Devotion" zum Bruch. Eine Weiterentwicklung auf beiden Seiten, aber in unterschiedliche Richtungen. An "Shake the Disease" denke ich trotzdem gern zurück.
Big Country – Just a shadow (1985)
Es war ein Stöbern im örtlichen Braunschweiger Musikgeschäft, was ich damals gern gemacht habe, dass ich Big Country entdeckte. Dieses Lied war eines von denen, die erst im Nachhinein meine Aufmerksamkeit weckten. Ein sehr schönes Lied darüber, dass wir viel mehr erreichen könnten, wenn wir die Möglichkeiten dazu hätten.Latin Quarter - America for Beginners (1985)
Ebenfalls eine Band, auf die ich erst später aufmerksam wurde. Der Hinweis kam von einer Freundin, die ich im Krankenhaus in Hamburg kennengelernt habe (und mich unglücklicherweise auch verliebt, aber das passiert halt). Diese Freundin hat mich nebenbei auch auf einen meiner Lieblingsfilme "Der Club der toten Dichter" hingewiesen.
Mir gefielen glaub ich auch die vielseitigen politischen Themen in den Texten und dass der Texter gar nicht Teil der Musiker war, habe ich doch damals auch viele Lieder "geschrieben", ohne selbst ein erfahrener Instrumentalist zu sein.
OMD – (Forever) Live and Die (1986)
Hier war es mein Bruder, der zuerst eine Platte von OMD mit nach Hause brachte. Ich habe ihnen eine ganze Weile gar keine Beachtung geschenkt und ich weiß gar nicht mehr genau, was der Anlass war, mir dann doch das eine oder andere von ihnen anzuhören. Jedenfalls blieb es dann dabei und das "Pacific Age"-Album mit diesem Lied kaufte ich mir.
10000 Maniacs – Trouble Me (1989)
Hier stöberte ich ebenfalls in dem Braunschweiger Musikgeschäft herum. Und dann war es Liebe auf den ersten Ton. Wobei dieses Lied dann erst auf der nachfolgenden Platte erschienen ist. Aber es ist für mich immer noch eines der schönsten Liebeslieder die ich kenne. Ein Lied, das von der Wichtigkeit handelt, sich in Beziehungen zu öffnen und den anderen nicht vor unangenehmen Wahrheiten zu verschonen. Außerdem nahmen mir die "10000 Wahnsinnigen" das Vorurteil, dass die USA eine Masse von Jasagern wären.
Spice Girls – Two become one (1996)
Nun, ich bin gar kein großer Fan der Spice Girls. Dieses Lied wurde von mir einfach nur einmal auf aventurische (Pen&Paper-Rollenspiel-)Verhältnisse in ein Loblied auf die Göttin der Weisheit (Hesinde) umgedichtet, was bei Mitspielern sehr gut ankam.
Die Braut haut ins Auge – Herz ist okkupiert (1998)
Auch diese Band entdeckte ich eines Tages beim Herumstöbern im Musikgeschäft ... und sie ließ mich nicht mehr los. Dieses Lied ist drei Frauen gewidmet, die sehr unter der Zurückweisung des Weiblichen in ihrer Zeit litten und teilweise auch in psychiatrischer Behandlung waren. Sehr bedrückend, aber auch vorwärts strebend.
Alanis Morissette – Still (1999)
Ich saß am Ende des Films "Dogma" noch im Kino und konnte nicht anders, als dieses Lied bis zum Ende zu hören. Als ich später den Text noch genauer verstand, kamen mir mehrfach die Tränen ... und das tun sie immer noch. Wenn ihr religiös seid und je wissen wolltet, was Gott zur aktuellen Lage der Welt sagen würde, halte ich das hier für eine sehr gelungene Spekulation.
Wir sind Helden – Rüssel an Schwanz (2003)
Nicht so bekannt wie die Singleauskopplungen, aber dennoch das Lied, was mir am meisten im Gedächtnis ist. Ich sah das Video der "Reklamation" und hatte das dringende Bedürfnis, mir die CD zuzulegen. Dieses Lied sprach mich am meisten an. Es handelt von Anpassungsdruck und benutzt dafür das Bild einer Elefantenherde.
MIA – Sonne (2004)
Wild und lustig und ein wenig an die Neue Deutsche Welle, so erlebe ich MIA. Ich finde ja, dass ihre politisch orientierten Lieder eher ... schwach sind und sie dann am besten sind, wenn sie das ganze auf eine persönliche emotionale Ebene ziehen ... so wie hier.Liisi Koikson – Varjud (2005)
Wenn ich in fremden Ländern unterwegs bin, stöbere ich auch gern dort in den "nationalen Star"-Regionen. Da finde ich dann manchmal Sängerinnen und Sänger, die mich berühren, obwohl ich kein einziges Wort des Textes verstehe. Bei Liisi Koikson fiel mir das besonders auf. Wobei ich vielleicht doch estnisch lernen sollte.
Lisa Ekdahl – Där ser du själv hur högt du når (2006)
Natürlich muss ich auch ein schwedisches Lied in der Liste dabei haben. Eines, dass mich tief bewegt, handelt es doch von den Absichten, die eine Mutter (oder auch Vater) an die "Erziehung" ihrer (seiner) Tochter stellt und an die man sich von Zeit zu Zeit erinnern sollte.
Interessant finde ich immer noch, dass die Sängerin gar keine Tochter hat, sondern einen Sohn.
Prag – Sophie Marceau (2013)
Da fühle ich mich dem Sänger des Liedes doch sehr verbunden ... warum, kann man im Abschnitt zum Lied "Reality" nachlesen.
Außerdem ... ist das die Band mit Nora Tschirner. Und für Nora Tschirner ertrage ich sogar einen Film, in dem Til Schweiger die Hauptrolle spielt.
Katzenjammer – Lady Grey (2015)
Das ist so meine derzeitige Liebe. Hier passt für mich einfach alles. Musik, Text (tatsächlich ein Erlebnis der Sängerin, als sie in einem Altenheim eine an Alzheimer erkrankte Frau betreute) ...
Ich wünsche mir noch viele schöne Jahre mit Katzenjammer. Entdeckt habe ich die Damen in Facebook im Posting eines Bekannten.
So das ist so ein Querschnitt durch meine Jahrzehnte und die Musik, die mich dabei begleitete.